DAS EINZIGE, WAS STÖRT, IST DER KUNDE! THANK YOU MR KOTLER!

Die Aussage  von E.K. Geffroy über das Einzige, das stört, ist auch heute leider noch vielerorts traurige Realität.

Egal wo ich hinkomme, ob in einem Restaurant, einem Geschäft oder in einem öffentlichen Amt, ob in Europa oder auf einem anderen Kontinent. Leider stosse ich immer wieder auf sog. „Menschen mit Kundenkontakt“, über die ich mir insgeheim denke: „Du hast definitiv den falschen Job!“

Kundenorientierung – Ist das so schwierig?

Immer wieder darf ich in Firmen Workshops machen, die das Ziel verfolgen, die sog. „Kundenorientierung“ der Mitarbeiter zu erhöhen, um wettbewerbsfähiger zu werden. Ich liebe diese Art von inter-aktiven Seminaren, bei denen wir nachhaltig am sog. (auf Neudeutsch) „Mindset“ von Mitarbeitern arbeiten. Dabei fällt mir immer wieder unser Marketing-Papst Philip Kotler ein: „Marketing is a mindset not a department!“

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Warum wir Kunden verlieren

Dem Kunden keine Aufmerksamkeit zu schenken, ihm also das Gefühl zu geben, dass er nicht wichtig ist oder gar, dass er mich jetzt stört, das ist laut namhaften Studien einer der betriebswirtschaftlichen Hauptgründen, warum wir überhaupt Kunden verlieren. Dieses Foto von den „4 Smartphone Ladies“ (Eigentlich sollten sie Verkäuferinnen sein, was sie in meinen Augen aber definitiv nicht sind!) im Bekleidungsshop verwende ich ab und zu in Workshops und Seminaren als abschreckendes Beispiel für fehlende Kunden-Aufmerksamkeit.

„Vermutlich hätte ich sie ja eh‘ nur gestört…“

Als ich damals – zum ersten und letzen Mal – dieses Geschäft betrat, hat mich keine der anwesenden Damen auch nur eines Blickes gewürdigt. Das Smartphone war scheinbar just in dem Moment (der mehr als 1 Minute dauerte!!) viel wichtiger als ein potenzieller Kunde. Da leider keine von ihnen mir auch nur einen Funken Aufmerksamkeit schenkte, habe ich mir erlaubt, dieses Foto zu machen, damit sie wenigstens MEINE Aufmerksamkeit erhielten…

Leider haben die 4 Ladies nicht einmal das bemerkt. Warum sollten sie auch? Fürs Marketing sind ja andere Leute verantwortlich, aber bestimmt nicht der Vertrieb, oder?

Marketing is a mindset, not a department! Thank you Mr Kotler 😉

(C) AMC 2015

Smartphone Ladies (C) AMC 2015

PS: Ein Seminarteilnehmer meinte scherzhaft zu dieser Story:

„Alexander, Sie sehen das falsch. Die Damen sind vermutlich gerade beim Bearbeiten der vielen Bestellungen in ihrem Online-Shop…“ 🙂

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SPANNENDES PROJEKT: „MANAGEMENT AUDIT IN VIETNAM“

Management Audit & Consulting in VIETNAM

Ich staunte nicht schlecht über den (positiven) „Drive„, den die Menschen in der Wirtschaft Vietnam’s teilweise an den Tag legen. Im April/Mai 2016 durfte ich zusammen mit meinen Schweizer Kollegen der Swiss Consulting Group (SCG) für Projekte der Christlichen Ostmission (COM) einige Unternehmen aus verschiedenen Branchen auditieren und auch beraten.

Mein Kollege mit technischem Background kümmerte sich in allen Firmen um die Bereiche Produktionsoptimierung, Sicherheit, Umwelt und Prozesse, während ich für das sog. Management-Audit verantwortlich war.  Hier beschäftigten wir uns gemeinsam mit der jeweiligen Geschäftsleitung mit folgenden Themenbereichen:

  • Unternehmensführung,
  • Management Tools,
  • Marketing und Verkauf,
  • Human Resources,
  • Finanzen und
  • Innovationsmanagement.

 Not macht erfinderisch

Vor allem die Schnelligkeit, Flexibilität und v.a. die Fähigkeit des Improvisierens mit einfachsten Mitteln haben mich bei diesen Managern (und ihren MitarbeiterInnen) sehr beeindruckt. Aber auch der spürbare Wille, die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen, das hat mir imponiert. Darum freue ich mich schon jetzt auf das Nachfolge-Audit in ca. 6 Monaten. Dann werden wir sehen, ob diese Manager unsere konkreten Ratschläge angenommen haben und wie sich diese Unternehmen dadurch in ihrer Performance verbessert haben.

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Wenn Sie auch wissen wollen, was dabei herausgekommen ist, dann lesen Sie einfach in ca. einem halben Jahr meinen nächsten Blog über dieses Thema.
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THINK OUT OF THE BOX!

„Das funktioniert nie! Das kennen wir schon! Das braucht der Kunde ja gar nicht!“

Es ist (fast) immer dasselbe Übel, das uns in einem erfolgreichen Innovationsprozess behindert oder gar blockiert: Wir als Gewohnheits-Menschen denken gerne in altbekannten Mustern und Restriktionen und blicken daher oft zu wenig weit über den eigenen Tellerrand hinaus. Ansteckende Killerphrasen wie z.B. „Das funktioniert nie!“, „Das kennen wir schon.“ Das braucht der Kunde gar nicht.“ und ähnliche Sprüche tun ihren Rest dazu.

Kennen Sie das auch? Keine Angst, noch ist Hopfen und Malz nicht verloren. Viele Inhaber und Manager wünschen sich in ihren Unternehmen eine Art „Think-outside-the-box-Mindset“. Man kann eine solche Mentalität als Teil der Unternehmenskultur wirklich entwickeln, fördern und umsetzen.  Um diese Denkhaltung jedoch nachhaltig verinnerlichen zu können und im Tagesgeschäft erfolgreich anzuwenden, dazu heisst es dann aber immer wieder: Üben, üben, üben… Sie wissen ja: „Genie bedeutet 1 % Inspiration und 99 % Transpiration“ (Thomas A. Edison).

Eines meiner verschiedenen Tools, mit denen ich diesen „Innovation Mindset“ in den Menschen fördern und entwickeln kann, das sehen Sie auf dem folgenden Foto.

alexander-muxel-innovation-dtc-2016

 

Der Entwicklungsleiter eines Industrieunternehmens mit mehr als 1.000 Mitarbeitern sagte während unseres Workshop-Briefings zu mir, als ich ihm u.a. diese Methode vorstellte: „Herr Muxel, jetzt haben Sie mich! Genau das müssen Sie meinen Mitarbeitern zeigen. Das brauchen wir.“  Und das haben wir dann auch getan.

Was genau das jetzt aber ist und wie das funktionieren soll, das will ich natürlich nicht im Internet preisgeben. Danke für Ihr Verständnis!

Wie Humor und Kreativität zueinander passen?

Es ist mir völlig egal, ob es sich um einen der zwei größten Schokoladenhersteller in der Schweiz, ein international tätiges High-Tech-Unternehmen oder einen modernen Reiseveranstalter handelt, Innovation Management Workshops sind für mich immer spannend! Und: Es soll auch allen Teilnehmern richtig Spass machen!!! 🙂

Es ist erwiesen, dass ein „humorvolles Umfeld“ (bitte nicht verwechseln mit Witzen und dgl.) die Kreativität der Menschen enorm steigert. Daher gibt es in meinen Workshops auch eine gehörige Portion Humor für alle Teilnehmer. Aber nicht nur das. Auch kurze körperliche Übungen, wie z.B. Atemübungen oder die Aktivierung der Thymusdrüse helfen ebenso unsere sog. Kreativität erwiesenermaßen zu belegen, wie auch gewisse Aufgaben und Denkmuster, bei denen wir die linke und die rechte Gehirnhälfte verwenden müssen. Diese praktischen Tipps helfen uns in jenen Alltagssituationen, in denen wir quasi auf Knopfdruck kreativ sein sollten…

Teilnehmer wünschen sich oft „Tools“. Das reicht aber noch lange nicht!

Selbstverständlich kommen auch die einen oder anderen Kreativitätstechniken hierbei zum Einsatz, die m.E. jedoch oft überbewertet werden. Es gibt nicht DIE Kreativitätstechnik für DAS Problem. Ich bevorzuge Mischformen, die ich auf die konkrete Problemstellung und die Personen abstimme. Der Erfolg hängt nämlich von der Zielsetzung (der Problemstellung, den Teilnehmern und ihrer Verfassung, der Unternehmenskultur und einigen anderen Rahmenbedingungen ab. Viel wichtiger erscheint mir, mit zielgerichteten Fragen die Teilnehmer aus der Reserve zu locken.

Garantiert auf den Kunden und seine Problemstellung angepasst.

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Think out of the box! – Machen Sie sich selbst ein Bild davon!

Nebst den vertraulichen Firmen-Workshops mit unterschiedlichsten Aufgabenstellungen, darf ich zum Thema „Innovation & Kreativität“ auch öffentliche Seminare, Workshops sowie Vorträge abhalten.

In dem folgenden Kurzvideo (1 min.) können Sie sich einen Eindruck über ein solches öffentliches Innovation Management Seminar machen. Herzlichen Dank für das Video an Dr. Igor Prisac von Advanced Consulting in Chisinau/Moldavien, für die ich im Auftrag der Swiss Consulting Group in den vergangenen Jahren solche Premium-Seminare in Moldawien machen durfte.

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NEPAL: ZERO BUDGET MARKETING

NEPAL: TRAIN-THE-TRAINER KONZEPT FÜR MARKETING

Nur 6 Monate nach den verheerenden Erdbeben in Nepal (April und Mai 2015) hielt ich im Auftrag der Swiss Consulting Group (SCG) für Projekte der Christlichen Ostmission (COM) eine Marketing-Schulung für eine Gruppe von 120 Frauen und Männern in Kathmandu ab. Kurzum war das Konzept dahinter eine „Train-the-Trainer“ Schulung. Damit sollten die Teilnehmer (Trainer bzw. Mentoren) in ihren – zum Teil zerstörten – Dörfern kleine KMUs in notwendigen Marketing-Belangen unterstützen und schulen können. Mit anderen Worten ist das primäre Ziel, das mit diesem praxisnahen Ausbildungskonzept verfolgt wird, die Schaffung neuer Arbeitsplätze in Familienunternehmen und KMUs.

 

 

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Überall sah man die eingestürzten oder mit Pfählen abgestützten Häuser. Dennoch, zu meiner Überraschung merkte man kaum eine Bedrücktheit, die ich erwartet hatte. Nicht einmal zu dem Zeitpunkt im Herbst 2015, als Indien aus politischen Gründen für einige Wochen den Gas- und Treibstoff-Hahn zudrehte. Beispielsweise durften die Autos (inkl. Taxis) nur jeden 2. Tag fahren, da der Treibstoff rationiert war. Am „freien“ Tag stand man für ein paar Liter Treibstoff bis zu 8 Stunden in kilometerlangen Warteschlangen an den wenigen Tankstellen an. Die Wirtschaft stand fast still und lag buchstäblich am Boden. Aber die Leute warfen dennoch die Flinte nicht ins Korn. Nein, sie improvisierten und machten das Beste aus ihrer Situation.

NEVER EVER GIVE UP!

Für mich war es – trotz den widrigen Umständen rings herum – erfrischend, wie die Menschen im Seminar zuhörten, diskutierten und aktiv bei den Übungen mitmachten. Jede der Gruppen wollte ihre Arbeiten und Ergebnisse auf der Bühne präsentieren. Nahezu ALLE! An Freiwilligen für praktischen Übungen auf der Bühne mangelte es nie. Wie bereits gesagt: erfrischend für mich! Denken Sie einmal an Ihre Seminare oder Workshops, die Sie  in unserer DACH-Region besucht haben.  Melden sich bei uns auch beinahe immer alle Seminarteilnehmer freiwillig für Übungen oder Präsentationen…?  😉

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Zero Budget Marketing: Massnahmen, die etwas bringen. Und wenig kosten.

Für die Trainer (Mentoren) haben wir v.a. folgende Marketing-Themen behandelt und praktiziert, damit sie diese auch gleich konkret mit ihren KMUs anpacken und umsetzen können.

  • Marketing-Konzept,
  • Alleinstellungsmerkmale (USP),
  • Verkaufstraining,
  • Reklamationsbehandlung,
  • Kreativität und auch das Thema
  • Frugal Innovation.

Dabei  fokussierten wir uns auf Marketingmassnahmen, die ganz wenig (Low Budget) oder sogar gar kein Geld (Zero Budget) kosten durften. Das war in Anbetracht der Situation in Nepal unsere klare Priorität Nr. 1 und erforderte von den Teilnehmern (und mir) enorm viel Marketing-Kreativität, ganz nach dem Motto „Think out of the box!“. Gemeinsam fanden wir viele konkrete und sofort umsetzbare „Zero-Budget-Marketing-Massnahmen„. Not macht wirklich erfinderisch!!

 

nepal-schuhe-2015-alexander-muxel

PS: Die farbigen Filzschuhe aus Nepal (Vorschaubild) sollen die Trainer an unser Marketing-Mindset-Motto „Walking in your customer’s shoes“ erinnern. Mich erinnern diese Farben stets an die erfrischende Art der Nepalesen.

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