SÜDOST-ASIEN FLASH 1992-2017

Mein Blick zurück und nach vorne!

Vor 25 Jahren habe ich meine Diplomarbeit an der Uni über die wirtschaftlichen Eigenheiten einiger Ländern in Südost-Asien verfasst, nachdem ich zuvor mehrmals diese Region bereist hatte. Singapur war Anfang der 90er Jahre ein sog. „Tigerstaat“, also ein Schwellenland auf dem rasanten Weg zur Industrienation. Die Volkswirtschaften Thailands (trotz Tourismus), Malaysias, Indonesiens und Vietnams lagen damals in der Entwicklung sehr weit hinter Singapur zurück.

Seither hat sich dort jedoch sehr viel verändert🙃  Einige Veränderungen zu früher konnte bei meinen Arbeits-Einsätzen in den vergangenen paar Jahren – und ganz speziell heuer in den letzten 4 Wochen –  dort beobachten. Diesen Flash möchte ich mit Ihnen teilen. Was ist mir positiv aufgefallen und wo haben diese Länder zum Teil noch ein paar Herausforderungen zu meistern?

Mit unkonventionellen Lösungen zum Ziel

Das können sie immer noch, die Südostasiaten. Improvisieren. Oft auch aus der gewohnten „Not-macht-erfinderisch-Situation“ heraus, ist dies schon fast zur Mentalität geworden. Im Gegensatz zu unserem Hang zum Perfektionismus (insbesondere im DACH-Raum) reichen hier oft 90%-Lösungen schon aus, um ein Kundenbedürfnis zu befriedigen. Bekanntlich sind die letzten 10% einer Lösung die aufwendigsten. Der Kernnutzen für den Kunden wird hier im Auge behalten. Wir schaffen in vielen Fällen krampfhaft einen künstlichen Zusatznutzen, weil uns das immer wieder von Marketing-Gurus so gepredigt wird. Leider estimieren die Kunden diesen (kostenintensiven) Zusatznutzen nur ganz selten. Innovationen sollten beim Kern-Nutzen ansetzen!

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Marktpotenziale, Wachstum und Exportchancen

Von den Marktpotenzialen sowie vom Marktwachstum im ASEAN-Raum können wir Europäer nur träumen. Mich verblüffen hier immer wieder 2 Fakten:

  1. Schon die eigenen Inlandsmärkte sind gigantisch gross. Beispielsweise hat Indonesien über 260 Mio. Einwohner und Vietnam kratzt gleich einmal an der 100 Mio.-Grenze. Dazu kommt der wachsende Konsum durch steigenden Wohlstand (v.a. in den Städten).
  2. Einerseits bieten die 10 ASEAN-Länder (rd. 600 Mio. Einwohner) ausgezeichnete Export-Chancen im Binnenmarkt direkt vor der eigenen Haustüre. Andererseits grenzt China (1,3 Mrd. Einwohner) im Norden an diese Region. Aufgrund der vielen (ehemals) chinesischen Einwanderer (v.a. in Thailand, Malaysia, Singapur), stellen die Sprachkenntnisse und familiäre Netzwerke große Chancen für den Export nach China dar.

Der Schnelle frisst den Langsamen. Und zwar pünktlich!

Von der Schnelligkeit und der Konsequenz in der Umsetzung von Massnahmen bin ich immer wieder fasziniert. Konkret erlebe ich das immer wieder bei Management-Audits in Unternehmen. Hiermit werden Verbesserungspotenziale aufgezeigt, welche das Management – fast immer – sehr konsequent und in kürzester Zeit im eigenen Unternehmen dann umsetzt. In Europa werden oft zuerst die Schuldigen gesucht, dann in vielen (teils unnötigen) Sitzungen ein Massnahmenplan festgelegt und schlussendlich irgendwann einmal halbherzig (Alibi-Aktion)  umgesetzt.

War vor 25 Jahren der Begriff ZEIT sehr oft dehnbar. Sehr zum Ärger von mitteleuropäischen Geschäftspartnern oder Kunden. Erfreulich habe ich festgestellt, dass sich die Pünktlichkeit (somit auch Zuverlässigkeit und Verbindlichkeit) im professionellen Bereich stark verbessert hat. Sehr zur Freude von uns DACH-Region-Menschen 😉

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Marketing Creativity

Da ich auch in Vietnam seit Jahren Marketing unterrichten darf, schaue ich immer wieder, was es da so Tolles aus diesem Bereich gibt. Viele kreative und auch mutige Marketing-Ideen habe ich bestaunt. Vietnam ist beispielsweise für Coca-Cola ein beliebter Testmarkt für neuartige Marketing-Aktionen (z.B. Emoticons, TET). Hier ein wirklich gelungenes Beispiel für Marketing Creativity in Form einer Buswerbung in Singapur (Aug. 2017). Beachten Sie die realen Kisten mit Äpfeln auf dem Dach des Busses.

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Stiefkind Umweltschutz 🙁

Dieses Thema berührt mich persönlich sehr stark. Das Thema Umweltschutz ist – mit Ausnahme von Singapur – m.e. die grösste Herausforderung für die Länder in Südost-Asien. Zum einen geht es um den liederlichen Umgang mit dem Müll und dessen spätere  Verwertung. In einigen Ländern scheint mir in diesem Thema die Uhr 1992 leider stehen geblieben zu sein…

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Zum anderen geht es um die katastrophale Luftqualität in vielen Großstädten aufgrund des gigantischen und rasanten Verkehrsaufkommens. Kein Wunder, dass fast alle Motorrad-FahrerInnen nur noch mit Mundschutz fahren und ihre (Büro-)Kleidung durch Regenmantelähnliche Umhänge vor Russ schützen.

Dieser kurze Videoclip soll Ihnen einen Eindruck von den Straßen einer Großstadt vermitteln.

In Singapur (der sog. „Schweiz Südostasiens“) scheint das Thema Umweltschutz aufgrund deren drakonischen Strafen-Kultur seit Jahrzehnten zu funktionieren.

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Beispiel: 620 Euro zahlt ein Raucher hier als Strafe! In noch keinem Land habe ich eine solch saubere U-Bahn gesehen.

Ob das auch ein Weg für die anderen Länder sein mag? Ich denke JA! Im Sinne der Umwelt und zukünftiger Generationen sollten diese nicht immer so sehr „Demokratie-affinen“ Länder zu diesem Mittel auch im Umweltschutz greifen. Beispielsweise wird die Sturzhelmpflicht für Motorräder (Mopeds) in mehreren Ländern heute sehr gut eingehalten. Die Strafen für Fahren ohne Helm liegen beispielsweise beim dreifachen Kaufpreis eines neuen Helms. Es scheint zu klappen…zumindest in den Städten, wo die Polizei die Vergehen strikt ahndet. In ländlichen Gebieten, schaut es noch anders aus…;-)

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Landflucht und sichtbare Armutsschere

Dass die Armutsschere immer weiter auseinander geht ist klar sichtbar. Auf dem Land herrscht die Armut und in den Städten sieht man vereinzelt protzenden Reichtum. Da es kaum lukrative Arbeitsplätze am Land gibt, führt dies als Konsequenz immer noch zur traditionellen Landflucht. Die Städte wachsen daher viel zu schnell. Infrastruktur, Wohnraum, Verkehr und Umweltverschmutzung, das sind die großen Herausforderungen für die Städte, die sie nur schwer stemmen können.

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Porsche vs. Rikscha

Kundenorientierung in Südost-Asien: SMILE

Vor 25 Jahren hiess es, dass ausschließlich die – fast immer lächelnden – ThailänderInnen die Nummer 1 in punkto Kundenorientierung seien. Unter anderem läge dies auch an der (buddhistisch geprägten) Kultur in Thailand. Kundenorientierung ist eine (persönliche) Einstellung bzw. Mindset. Sie ist nur sehr bedingt abhängig von der Kultur. Nicht nur die beiden Tourismus-Hotspots Thailand (Buddhismus) und Bali (Hinduismus) leben uns das schon seit Jahrzehnten vor. Auch andere Länder können dies mittlerweile sehr gut. Trotz ihren erschwerten kulturellen und gesellschaftspolitischen Startbedingungen. Ja, ich traf bisher viele Menschen, die sehr sehr wohl kundenorientiert sind und unternehmerisch denken, obwohl sie Jahrzehnte lang in einem „strengen“ politischen System aufgewachsen sind. Viele erfreuliche Beispiele von gelebter Kundenorientierung durfte ich bisher in Südost-Asien erleben. Dennoch, es gibt gerade in diesem Thema noch an vielen Orten in Südost-Asien einiges zu tun. Natürlich auch bei uns in Europa 😉

Daher hört man in den meisten meiner Marketing-Seminare auch immer den Satz: „Marketing = SMILE“. Ein Lächeln kostet nichts und bringt so viel. Für uns selber, meine ArbeitskollegInnen und besonders für den Kunden.

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„Marketing = SMILE“

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WALKING IN YOUR CUSTOMER’S SHOES… IN NEPAL

Ohne Göd ka Musi?

Nepal hat gut dreimal soviel Einwohner wie Österreich. Die allermeisten Unternehmen sind sog. „Family Business Companies“ und KMUs. Dass diese Unternehmen über keine grossen Marketing-Budgets verfügen, das liegt wohl auf der Hand. Das hehre Ziel meiner Auftraggeber heisst: „Schaffung von Arbeitsplätzen in Nepal, um damit die wirtschaftliche Entwicklung des Landes voranzutreiben.“  Meine konkrete Aufgabe dabei lautet: „Bring den Teilnehmern in 5 Seminar-Tagen

  • die notwendige Marketing-Denkhaltung (KUNDENORIENTIERUNG – z.B. „Walking in your customer’s shoes!“),
  • erprobte Strategien (MARKETING-KONZEPT) und
  • konkrete Werkzeuge (MARKETING TOOLS)

näher, welche (fast) keine Kosten verursachen, aber eine positive und nachhaltige Wirkung auf den Erfolg der Unternehmen in Nepal haben!“ 

Auf gut österreichisch würde das heissen, dass man die landläufige Meinung „Ohne Göd ka (Marketing-)Musi!“ auf kreative Art und Weise aushebelt. Neudeutsch auf den Punkt gebracht: Zero Budget Marketing Strategies With A High Impact.

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Wer hohe Türme bauen will, muss lange beim Fundament verweilen

Dieses bekannte Zitat des österreichischen Komponisten Anton Bruckner (1824-1896) ist auch für ein MARKETING-KONZEPT massgebend. Um den Teilnehmern ein Look&Feel-Erlebnis vermitteln zu können, haben wir eine sog. Marshmallow Challenge gestartet. Auf kreative und spielerische Weise wurde den Seminar-Teilnehmern bewusst, um was es bei einem Marketing-Konzept wirklich geht. Die Teamwork-Prozesse, die sie „gesehen“ (RATIONAL) und „gefühlt“ (EMOTIONAL) haben, werden ein nachhaltiges Wirken des Gelernten sicherstellen. Schauen Sie doch in die glücklichen Gesichter der Teilnehmer  😉

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Marketing Is A Mindset!

Mein persönlicher Höhepunkt war der ERFA-Beitrag eines Teilnehmers aus dem letzten Kurs (2015/2016). Dieser innovative Unternehmer veranschaulichte, was man unter „MARKETING-Denkhaltung“ (Mindset) versteht und wie die erfolgreiche Umsetzung dann konkret ausschaut. Unter anderem stellte er uns das stimmige Marketing-Konzept rund um seine AquaponikAnlage vor. Als ich 2015 diese Anlage zum ersten Mal in Nepal sah, ich war total weg…im positiven Sinne, versteht sich!

Die Teilnehmer des diesjährigen Seminars waren vom ersten bis zum 5. Tag sehr wissbegierig, engagiert und top motiviert. Im Rahmen der Übungen und Gruppenarbeiten lernten die Teilnehmer auch sehr viel voneinander.  Mir hat es wirklich Spass gemacht, auf diese Art und Weise Know-how und Erfahrung untereinander auszutauschen. Dhanyabad! (Danke!)

Teilnehmer Marketing Strategies Nepal 2017 alexander muxel

E-Mobility, Hup-Verbot und anderes…

Und wer glaubt, dass die Menschen in Nepal – trotz dem schlimmen Erdbeben im Jahre 2015 – „schlafen“, der täuscht sich! Die Hauptstadt Kathmandu hat – wie viele asiatische Metropolen – mit der Problematik der Umweltverschmutzung zu kämpfen. Ich war sehr positiv überrascht, dass immer mehr Tuk Tuks (öffentl. Nahverkehr) elektrisch anstatt mit Verbrennungsmotoren betrieben werden. (siehe u.a. Foto)

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Dass Seit Mitte April 2017 auf Kathmandu’s Straßen ein HUP-VERBOT („no horn“) herrscht, hat die Stadt in Bezug auf Lärm-Verschmutzung massiv ruhiger und lebenswerter gemacht. Toll!!!

Erwähnen möchte ich auch, dass mir aufgefallen ist, wie wichtig den Nepalesen die Fremdsprachen sind. Der neunjährige Sohn unseres lokalen Partners spricht gleich gut Englisch wie seine Muttersprache. Wow!! Mit meinem Fahrer Raj Kumar, mit dem ich mich 2015 noch kaum unterhalten konnte, kann ich heute sogar über Politik diskutieren. Dass er  jeden Tag auf die Minute pünktlich geanu die Sicherheitskontrolle meines Hotels passiert hat, ist ebenfalls erwähnenswert. Mit Pünktlichkeit beginnt die Zuverlässigkeit… 😉

Ein Wiedersehen nach über 25 Jahren…

In Kathmandu habe ich nach über 25 Jahren einen ehemaligen Mitbewohner meines Innsbrucker Studentenheims wieder getroffen. Er ist Nepalese und schrieb damals seine Doktorarbeit in Innsbruck. Zwischenzeitlich war er u.a. Rektor an der Wirtschaftsfakultät der Universität in Kathmandu. Es bereitete mir sehr große Freude, mit ihm über alte Zeiten, aber auch über das heutige Nepal und dessen Zukunft zu sprechen. Es wird hoffentlich nicht wieder ein 1/4 Jahrhundert dauern, bis ich Dev Raj das nächste Mal sehe.

Prof. Dr. Dev Raj Adhikari and Alexander Muxel 2017.05.01.

Prof. Dr. Dev Raj Adhikari

„Train-The-Trainer“ Marketing-Konzept

Wirklich, es war eine spannende Zeit in Nepal im Auftrag der Swiss Consulting Group (SCG) für das Projekt der Christlichen Ostmission (COM).  Ich hoffe sehr, dass die Seminar-Teilnehmer nun als Multiplikatoren (Trainer) das erlernte Wissen ihren Landsleuten weitergeben werden. Das ist das Ziel unseres Train-the-Trainer-Konzeptes. Dabei wünsche ich allen von ganzem Herzen viel Erfolg und auch eine Menge Freude und hoffe, bald wieder in Nepal all meine Freunde zu treffen. Namaste, dear friends!

PS: Das Blog-Titelbild zeigt inmitten des Großstadtverkehrs von Kathmandu ein frei laufendes Rind. Das ist ein recht häufiges Motiv, das für mich sinnbildlich für den respektvollen Umgang untereinander und mit unserer Umwelt steht.

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Haben Sie auch zu viele Cc-Mails???

Zeitdiebe gehören eliminiert! Cc- bzw. Kopie-Mails reduziert.

In Kundenprojekten höre ich zum Thema „Interne Kommunikation“ auf allen Führungsebenen immer wieder folgende Aussage: „Ich bekomme zu viele Cc-Mails, die mir kostbare Zeit stehlen.“ Kennen Sie das auch? Abhängig von der jeweiligen Unternehmenskultur kann dieses Übel sogar das Ausmass eines „Overloads“ und einer „Kommunikations-Krankheit“ erreichen. Ich habe schon E-Mails gesehen, bei denen rd. 20 Leute auf Cc bzw. Kopie gesetzt waren. Das ist ja ein Wahnsinn! Wieviel produktive Zeit im eigenen Unternehmen (oder auch bei Kunden bzw. Lieferanten) dadurch verschwendet wird, das wollen wir uns gar nicht ausmalen…  Oft geschieht ein solcher Schwachsinn aus aus niederschwelligen Angstmotiven heraus zur eigenen Absicherung. Ganz nach dem Motto: Sicher ist sicher… Häufige Ursache dafür ist auch eine leider weit verbreitete und unüberlegte „Kann-ja-nicht-schaden“-Denkhaltung. Die üblichen Ausreden von komplexer Organisation oder grossen Projekten lasse ich nicht gelten. Fakt ist:   Zu viele Cc-Empfänger sind ein absolutes NO-GO!

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Kommunikations-Krankheiten

Ich kenne diese Kommunikations-Krankheiten noch sehr gut aus meinen früheren Tätigkeiten. Und je höher man in der Hierarchiestufe einer Firma steigt, desto mehr Cc-Mails scheint man zu bekommen. Die Abkürzung Cc stammt noch aus der Zeit des Kohlepapiers, von der sog. Carbon copy. Bei meinem ersten Ferienjob als Schüler vor mehr als 30 Jahren war es noch üblich, mit Kohle-Durchschreibepapier auf Schreibmaschinen zu arbeiten. Damals ging man mit der Anzahl von Kopien sehr sparsam um, waren Kopiergeräte doch gerade erst im Kommen. Nur derjenige bekam eine Dokumenten-Kopie, der sie im Arbeitsprozess unerlässlich brauchte, um etwas zu erledigen! So umsichtig wie damals mit der Anzahl von Kopien umgegangen wurde, so sollte man auch heute noch die Cc- bzw. Kopie-Funktion am Computer eher rar einsetzen.

Im Falle von offensichtlichen „Kommunikations-Krankheiten“ in Organisationen gibt es eine Reihe von einfachen Stellschrauben in der internen Kommunikation, an denen man erfolgreich drehen kann. Zwei kurze – aber effektive – Beispiele möchte ich Ihnen gerne mit Ihnen teilen. Unternehmen, die ich als Business Coach und Sparring Partner begleiten darf, rate ich – nebst einer Reihe von anderen Massnahmen-  meist auch folgende 2 Lösungen zur Abhilfe des Problems.

  1. E-Mail-Disziplin im Unternehmen einführen
  2. Cc-Ordner und E-Mail-Regel erstellen

1. E-Mail-Disziplin im Unternehmen einführen

Im ersten Schritt wird u.a. festgelegt, dass es grundsätzlich nur zwei Arten von E-Mails mit unterschiedlichen Erwartungshaltungen (vom Sender) und Aufgaben (vom Empfänger) gibt.

  • AN-Mails:  Hier erwarte ich  als Sender vom Empfänger eine AKTION. Der Empfänger hat in einer angemessenen Frist eine Antwort  zu geben oder eine – an ihn delegierte – Aufgabe kommentarlos zu erledigen. Rück-, Status- bzw. Vollzugsmeldung kosten wenig Zeit, verbessern die interne Kommunikation und Prozesse jedoch enorm.
  • Cc-Mails: Diese E-Mails dienen dem Empfänger der reinen INFORMATION und es darf keine Aktion oder Rückmeldung von ihm erwartet werden. Sparsamer Umgang mit Cc-Mails im gilt als Credo im gesamten Unternehmen!

 

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 Tipp:

In dem obigen Beispiel sehen Sie ein farblich hervorgehobenes WWW-System für zu erledigende Aufgaben. WWW steht hier für WAS / WER / WANN und erleichtert mit geringstem Aufwand eine klare Kommunikation mittels E-Mail. Achtung! Ich musste feststellen, dass hierbei die Signal-Farbe ROT nicht in jede Unternehmenskultur passt. Womöglich werden viele Menschen dadurch scheinbar zu sehr an ihre Schulzeit erinnert… 😉

PS: Anmerkung am Rande: Die Blindkopie-Mails (BCc – Blind Carbon Copy) sind für mich eine Unart, die es m.E. in einer gesunden Unternehmenskultur gar nicht braucht!

2. Cc-Ordner und E-Mail-Regel erstellen

Einen Junk-Ordner für ungewollte Werbe-E-Mails haben Sie ja vermutlich bereits. Damit Sie jedoch nicht alle ihre anderen wichtigen und weniger wichtigen E-Mails (AN und Cc) in einem einzigen EINGANGSORDNER (Inbox) mühevoll suchen müssen, erstellen Sie einen neuen, zusätzlichen Eingangsordner nur für Cc-Mails. Diesen neuen Ordner benennen Sie z.B. Cc-EINGANG und checken ihn nur noch gezielt ein- oder zweimal am Tag. Hierfür reservieren Sie sich ein kleines Zeitfenster.

Sie werden sehen, es wird Ihnen das Arbeiten erleichtern. So konzentrieren Sie sich auf die wichtigen E-Mails (AN) und haben diese rascher im Blick, weil die vielen Cc-Mails Sie nicht unnötig stören. Mut zur Lücke! Getrauen Sie sich das! Niemand darf von Ihnen auf eine Cc-E-Mail eine Antwort oder Aktion erwarten. Sie erziehen damit auch Ihr Umfeld zum effizienten (Die Dinge richtig tun) UND effektiven (Die richtigen Dinge tun) Arbeiten.

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Damit das Ganze auch automatisiert funktioniert, erstellen Sie eine sog. „REGEL“ in Ihrem E-Mail-Programm. Finden Sie hier nun ein Beispiel, wie diese Regel bei mir ausschaut:

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KOMMUNIKATIONS-OPTIMIERUNG IN ORGANISATIONEN

Falls diese beiden Tipps für Sie hilfreich waren, freut es mich. Im Bereich der Kommunikation in Organisationen gibt es noch jede Menge anderer Stellschrauben, an denen wir für die Optimierung der Abläufe und der Zusammenarbeit drehen können. Interessiert an einem unverbindlichen Gespräch? Sie wissen nun ja, wie Sie mich finden können 😉

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Wie ich Käse im blauen Ozean finde…

Der Motivations-Turbo im Verkauf!!!

 

Dieser interaktive Workshop für Ihre Verkaufsmannschaft bringt 2 strategische ZIELE auf den Punkt:

1. Verkaufs-Motivation = Eigen-Motivation

Ausgangsbasis ist die aussergewöhnliche Geschichte in Spencer Johnson’s Buch „Who Moved My Cheese?“ („Die Mäusestrategie für Manager“). Der KÄSE steht in dieser Fabel symbolisch für alles im Leben, was den Menschen persönlich glücklich macht.

Sie führt uns eindrücklich und „spürbar“ vor Augen:

  • Veränderungen passieren ständig. Unser geliebter Käse wird uns plötzlich weggenommen.
  • Wir müssen den Verlust von Käse achtsam erwarten und
  • ständig bereit sein, uns schnell zu verändern.
  • Zudem sollen wir Spass daran haben, neuen Käse zu finden.

Genau diese Erkenntnisse sind für das Gedanken-Management erfolgreicher VerkäuferInnen Match-entscheidend. Denn sie/er muss sich „da draussen“ immer wieder von Neuem SELBST motivieren. Warum? Um proaktiv Kunden zu gewinnen, sie zu begeistern und erfolgreiche Abschlüsse zu tätigen.

 

2. Blaue Ozeane = Mit neuen Methoden neue Kunden finden

In Anlehnung an die sog. „BLUE OCEAN STRATEGY“ (W.C.Kim und R.Mauborgne) werden wir mit den Workshop-Teilnehmern (z.B. Aussendienst-Mitarbeiter/Innen, Vertriebsleitung und GL) gemeinsam neue Kundensegmente suchen. Dabei werden wir systematisch an den Stell-Schrauben unserer heutigen „Performance“ drehen.

  • Zum einen betrifft es die PERSÖNLICHE Performance jedes einzelnen Aussendienst-Mitarbeiters,
  • zum anderen drehen wir an der SACHLICHEN Performance des angebotenen Leistungs-Portfolios (z.B. Kern- und Nebenleistungen).

Damit generieren wir sog. „Nutzen-Innovationen“, mit denen das Verkaufsteam neue Kundensegmente (vielleicht sogar ohne Konkurrenz!) zusätzlich bearbeitet soll. Der „moderierte ERFA-Effekt“ innerhalb des Verkaufsteams nimmt hier eine zentrale Rolle ein. Glauben Sie mir, Ihre Verkaufsmannschaft wird ganz neue und zudem lukrative Märkte finden, die Sie heute leider (noch) ausser Acht lassen!

Wenn Sie an einem solchen Firmen-Workshop für Ihr Unternehmen interessiert sind, dann freue ich mich über Ihre Kontaktaufnahme für ein unverbindliches Gespräch darüber.

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YESSS!!! – MARKETING STRATEGIES MENTORSHIP

Bereits zum 5. Mal seit dem Jahre 2013 unterrichtete ich im Januar wieder als Dozent an einer UNIVERSITÄT in Chişinău, der Hauptstadt MOLDAWIENS. Meine Seminare umfassten die Themen MARKETING, STRATEGIE und BUSINESS MENTORSHIP. Es handelt sich dabei um ein langjähriges Business Development Projekt der Christlichen Ostmission (COM), für das ich im Auftrag der SWISS CONSULTING GROUP immer wieder gerne als Marketing-Dozent an dieser Universität tätig sein darf. Spannend dabei ist besonders die Tatsache, dass in diesem Projekt

  • Studenten der Uni und
  • externe Unternehmer bzw. Manager

in gemeinsamen Seminaren unterrichtet werden.

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Marketing 4U – Just do it!

Sie glauben mir bestimmt, wenn ich Ihnen sage, dass bei diesem speziellen Teilnehmer-Mix die Praxisnähe (z.B. Umsetzbarkeit) und die Interaktionen (z.B. ERFA, Networking) im Seminar dabei einen großen Stellenwert einnehmen. Daher sind praxisnahe Case Studies, Gruppenarbeiten und Präsentationen und anschließenden Feedbacks durch den Dozenten bei Studenten und Unternehmern sehr gefragt.

Von einem ausländischen Dozenten werden vor allem praktische Beispiele aus der DACH-Region, Erfahrungsberichte „zum An- und Begreifen“ sowie konkrete Lösungsvorschläge auf spezifische Problemstellungen der Unternehmer(innen) erwartet.  Mit ausschließlich trockener Marketing-Theorie, akademischen Modellen und von weit hergeholten Marketing-Beispielen aus der „Coca-Cola-Liga“ kannst du hier als Dozent nicht so wirklich punkten…

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Es ist jedes Mal erstaunlich und motivierend, in welche interessanten Geschäftsmodellen die Unternehmer uns hier Einblick gewähren und welche professionellen fiktiven Case Studies die Studenten entwickeln. Erfrischend ist auch die kreative und begeisterungsfähige Art und Weise, wie in dieser Kultur vor Publikum präsentiert wird. Hier finden Sie eines der vielen Beispiele für eine solch kreative Präsentation auf einer Pinnwand.

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Marketing Strategies Mentorship: Das 4-Schritt-Modell

Dieses Jahr stand eines der beiden zweitägigen Seminare unter dem Motto „Marketing Strategies Mentorship“. In diesem Kurs and der Universität sollten die Teilnehmer lernen – und gleichzeitig praktisch üben- , wie man MARKETING

  • einerseits als MINDSET und
  • andererseits als Modell in Gestalt eines MARKETING-KONZEPTES

in einem Unternehmen implementiert.

Somit lautete die Kernfrage: „Wie kann ich als Marketing-Mentor aktiv werden?“

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Darum werden Sie auch nicht überrascht sein zu hören, dass ich in solchen Seminaren auch eine Art „Mentoring-Didaktik“ anwende. Hier gilt vor allem: „Mit den richtigen Fragestellungen gemeinsam zum Ziel!“ Dieses einprägsame und effektive Didaktik-Modell besteht im wesentlichen aus 4 bewährten Schritten:

  1. Schritt:       Ich mache es dir vor.
  2. Schritt:       Wir machen es jetzt gemeinsam.
  3. Schritt:       Du machst es nun alleine.
  4. Schritt:       Du bekommst am Ende ein Feedback.

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Alle Übungen und Präsentationen fanden in Form von Mentorship-Rollenspielen statt und waren sowohl inhaltlich als auch in ihren Inszenierungen einfach grandios! Das haben auch die positiven Feedbacks des jeweiligen Publikums gezeigt. Schon darum bin ich mir sicher, dass dieses Seminar ein voller Erfolg war und die Teilnehmer nun in der Lage sind, das Gelernte in der Praxis anzuwenden.

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Big Brother is watching you…

Absolut spannend war dieses Mal für mich persönlich die Tatsache, dass mehrere Marketing Professoren von anderen Universitäten eines meiner zweitägigen Marketing Seminare besuchten. Glauben Sie mir, da war ich anfangs schon ein bisschen auf deren Reaktionen gespannt…Big Brother is watching you! Entwarnung. Schon die erste fachliche Diskussion in der Pause hatte mich gleich wieder beruhigt, nachdem ich ihr erstes Feedback erhalten hatte. 😉 Yess!!!

An dieser Stelle möchte ich mich beim Dekan der Wirtschaftsfakultät der Universität, Herrn Dr. Igor Prisac, sowie seinem Team von der Universität und Advanced Consulting herzlich für die perfekte Organisation der Seminare in den neuen Räumlichkeiten der Universität bedanken. Weiters natürlich auch für die jährliche Bereitstellung des Foto- und VideomaterialsMultumesc Igor!

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MOLDAWIEN – Ein Land mit Perspektive?

Wenn ich die letzen fünf Jahre zurückblicke und meine Seminare miteinander vergleiche, dann hat sich in dieser Zeit meines Erachtens sehr vieles weitgehend wirklich positiv entwickelt.

  • Erstens sind die Geschäftsmodelle und Case Studies von Jahr zu Jahr immer mehr „westlich“ und komplexer geworden. Wenn Sie wissen, was ich damit meine.
  • Zweitens sprechen immer mehr Leute Englisch. Teilweise sogar sehr, sehr gut! Dennoch bin ich froh, dass meine Seminare in englischer Sprache immer noch von zwei Simultan-Dolmetschern in Rumänisch und Russisch übersetzt werden. Daher sehen Sie auf den Fotos einige Teilnehmer mit Kopfhörern sowie Sie sehen ganz hinten die Dolmetscher-Kabine.
  • Drittens hat sich die generelle Grundstimmung der Menschen in diesem – als eines der ärmsten Ländern Europas bezeichneten – Land für mich spürbar verbessert. In den Gesprächen mit den Menschen spüre ich heute viel mehr Positives und Zuversicht in die Zukunft, als noch vor 5 Jahren.

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Und genau diese positive Grundstimmung und Entwicklung wünsche ich diesem Land. Dass es aus der ewigen Depression herauskommen möge und sich – nicht nur aus Marketing-Sicht – öffnet und wirtschaftlich erfolgreich wird. Auf meinen nächsten Einsatz bei meinen Freunden in Moldawien freue ich mich schon jetzt wieder. La revedere! – Auf Wiedersehen!

 

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Vietnam: Im Osten geht wirklich die Sonne auf!

Stark in der Umsetzung: Vietnam

Gerade erst komme ich von sog. Management Audits aus Vietnam zurück. Vor ca. einem halben Jahr haben meine Kollegen von der Swiss Consulting Group (SCG) und ich bei Projekten im Auftrag der Christlichen Ostmission (COM) einige KMUs unter die Lupe genommen und ihnen konkrete Verbesserungspotenziale aufgezeigt. Was wir in diesen Unternehmen nach nun nicht einmal 6 Monaten vorgefunden haben, das hat mich wirklich erstaunt.

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The early bird catches the worm – oder: Im Westen nichts Neues?

Wir Europäer sollten auf der Hut sein und uns vielleicht auch auch einmal das eine oder andere von den Asiaten abschauen. In Europa sind wir gewohnt, mit dem Finger nach Asien zu zeigen und uns über deren „zweifelhafte Wettbewerbsvorteile“ aufzuregen. Damit verschlafen wir quasi schon den halben Tag! Die Asiaten in Fern-Ost stehen stehen nicht früher auf als wir. Nein, sie müssen keine Komfortzone verlassen, so wie wir hier. Sie wollen sich verbessern. Und das spürte man in diesen Unternehmen ganz stark. Fakt ist, sie wollen nicht nur noch besser werden, sie tun es auch.

Warum diese Firmen sich verbessern wollen? Sehnen sie sich etwa danach, nach Europa zu exportieren und somit uns Arbeitsplätze zu stehlen? Nein, die meisten dieser KMUs haben einen genügend grossen Markt in ihrem beinahe 100 Millionen-Einwohner-Land. Sie möchten sich mit europäischer Best Practice Hilfe in Richtung „Business Excellence“ entwickeln, um sich gegenüber den Wettbewerbern im eigenen Land und aus China abzuheben.

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Erfolg hat 3 Buchstaben: TUN

Was diese Unternehmen innert dieser sehr kurzen Zeit in ihren Betrieben in Richtung Business Excellence umgesetzt haben, das war für mich eine absolute Überraschung. Management-Prozesse wurden installiert und, was für mich das Wichtigste war, das „Leadership-Denken“ des gesamten Managements und die „Kundenorientierung“ im gesamten Betrieb wurden innert kürzester Zeit radikal verändert. In eine positive Richtung. In Richtung Markt, Mitarbeiter und Ergebnisorientierung. Nein, hier wurden keine Steering Committees gegründet, es wurde nicht stundenlang herum diskutiert und selbst-profiliert. Daher musste wohl auch niemand Wochen bzw. Monate auf klare und mutige Entscheidungen des Managements warten. Ja, hier wurde wirklich gehandelt. Womöglich waren die Lösungen in unserem westlichen Verständnis teilweise recht unkonventionell. Vielleicht erreichten diese nur 90 % des Erfüllungsgrades, dafür wurde aber rasch gehandelt! Die wenigsten dieser vietnamesischen KMUs kennen wohl Johann W. von Goethe. Trotzdem agierten sie getreu seinem Motto „Erfolg hat 3 Buchstaben: TUN.“

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COPYRIGHT: Grün ist doch nicht rot!

Wo Hilti draufsteht, ist nicht immer Hilti drin…?

Was hat der rote Hilti-Koffer mit Vietnam und mit COPYRIGHT zu tun?

Einige TeilnehmerInnen meiner Seminare oder Vorträge kennen ja bereits diesen roten Hilti-Koffer. Yesss, sogar ich als typischer „Bürolist“ bin dennoch stolzer Besitzer eines Akku-Schrauber/Bohrers von Hilti! 🙂 Anhand dieser professionellen Verpackung (made in Rhine Valley) demonstriere ich in Workshops das perfekte „multi-sensorische“ Zusammenspiel während des sog. „Second Moment of Truth„. Dieser magische Zeitpunkt beginnt, sobald der Besitzer eines neuen Hilti-Gerätes freudig seinen Koffer zum ersten Mal öffnet. Er zelebriert regelrecht diesen Vorgang des Auspackens. Es fühlt sich fast so an, wie zu Weihnachten… Apple-Fans kennen diese Art von Zeremonie z.B. nach dem Kauf eines neuen MacBooks. Dabei nimmt er oder sie das eigentliche Produkt inklusive Verpackung mit mind. 4 Sinnesorganen (Auge, Ohr, Nase, Haut) – wortwörtlich – im positiven Sinne wahr. Der gesamte Hilti-Koffer (und auch das Zubehör, wie z.B. ein Kunstfasertuch im noblen schwarz) ist für mich aus Marketing-Sicht ein absolutes Meisterstück im B2B-Marketing. Gratulation an die Damen und Herren in Liechtenstein, was Ihnen hiermit gelungen ist. Chapeau!

 

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Südostasien – andere Baustelle?

Im August/September durfte ich wieder für 2 Wochen im Auftrag der Swiss Consulting Group für Projekte der Christlichen Ostmission (COM) in Vietnam Marketing unterrichten. Wenn ich dann jeden Morgen zwischen 7 und 8 Uhr im Taxi zum Unterricht fahre, beobachte ich sehr gerne die gefühlten 6 Mio. Mopedfahrer in der 8 Mio. Metropole Hanoi. Mein Handy ist immer griffbereit für den einen oder anderen interessanten Schnappschuss.

Besonders spannend fand ich jene zwei Hilti-Arbeiter auf ihrem blauen Gefährt.  Ich kann mir kaum vorstellen, dass „echte“ Hilti-Mitarbeiter in Vietnam mit einem grünen Koffer  unterwegs sind, oder?

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Eines habe ich inzwischen seit meiner Diplomarbeit über südostasiatische Märkte im Jahre 1992 über diese Region dazugelernt: Der – oft in Vorträgen kolportierte – Witz über das Kopieren in einigen asiatischen Ländern könnte beinahe wahr sein. Dieser Witz besagt nämlich, dass in manchen asiatischen Ländern hinter dem Kopieren keinesfalls eine böse Absicht stünde, da leider nur der Begriff Copyright irgendwann einmal falsch aus dem Englischen übersetzt wurde:  Anstatt „COPYRIGHT“ lautete die unglückliche Übersetzung „RIGHT TO COPY“…    😉

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Kundenorientierung: Das Einzige, was stört, ist der Kunde! Thank you Mr Kotler!

Die Aussage  von E.K. Geffroy über das Einzige, das stört, ist auch heute leider noch vielerorts traurige Realität.

Egal wo ich hinkomme, ob in einem Restaurant, einem Geschäft oder in einem öffentlichen Amt, ob in Europa oder auf einem anderen Kontinent. Leider stosse ich immer wieder auf sog. „Menschen mit Kundenkontakt“, über die ich mir insgeheim denke: „Du hast definitiv den falschen Job!“

Kundenorientierung – Ist das so schwierig?

Immer wieder darf ich in Firmen Workshops machen, die das Ziel verfolgen, die sog. „Kundenorientierung“ der Mitarbeiter zu erhöhen, um wettbewerbsfähiger zu werden. Ich liebe diese Art von inter-aktiven Seminaren, bei denen wir nachhaltig am sog. (auf Neudeutsch) „Mindset“ von Mitarbeitern arbeiten. Dabei fällt mir immer wieder unser Marketing-Papst Philip Kotler ein: „Marketing is a mindset not a department!“

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Warum wir Kunden verlieren

Dem Kunden keine Aufmerksamkeit zu schenken, ihm also das Gefühl zu geben, dass er nicht wichtig ist oder gar, dass er mich jetzt stört, das ist laut namhaften Studien einer der betriebswirtschaftlichen Hauptgründen, warum wir überhaupt Kunden verlieren. Dieses Foto von den „4 Smartphone Ladies“ (Eigentlich sollten sie Verkäuferinnen sein, was sie in meinen Augen aber definitiv nicht sind!) im Bekleidungsshop verwende ich ab und zu in Workshops und Seminaren als abschreckendes Beispiel für fehlende Kunden-Aufmerksamkeit.

„Vermutlich hätte ich sie ja eh‘ nur gestört…“

Als ich damals – zum ersten und letzen Mal – dieses Geschäft betrat, hat mich keine der anwesenden Damen auch nur eines Blickes gewürdigt. Das Smartphone war scheinbar just in dem Moment (der mehr als 1 Minute dauerte!!) viel wichtiger als ein potenzieller Kunde. Da leider keine von ihnen mir auch nur einen Funken Aufmerksamkeit schenkte, habe ich mir erlaubt, dieses Foto zu machen, damit sie wenigstens MEINE Aufmerksamkeit erhielten…

Leider haben die 4 Ladies nicht einmal das bemerkt. Warum sollten sie auch? Fürs Marketing sind ja andere Leute verantwortlich, aber bestimmt nicht der Vertrieb, oder?

Marketing is a mindset, not a department! Thank you Mr Kotler 😉

(C) AMC 2015

Smartphone Ladies (C) AMC 2015

PS: Ein Seminarteilnehmer meinte scherzhaft zu dieser Story:

„Alexander, Sie sehen das falsch. Die Damen sind vermutlich gerade beim Bearbeiten der vielen Bestellungen in ihrem Online-Shop…“ 🙂

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Projekt „Management Audit in Vietnam“

Management Audit & Consulting in VIETNAM

Ich staunte nicht schlecht über den (positiven) „Drive„, den die Menschen in der Wirtschaft Vietnam’s teilweise an den Tag legen. Im April/Mai 2016 durfte ich zusammen mit meinen Schweizer Kollegen der Swiss Consulting Group (SCG) für Projekte der Christlichen Ostmission (COM) einige Unternehmen aus verschiedenen Branchen auditieren und auch beraten.

Mein Kollege mit technischem Background kümmerte sich in allen Firmen um die Bereiche Produktionsoptimierung, Sicherheit, Umwelt und Prozesse, während ich für das sog. Management-Audit verantwortlich war.  Hier beschäftigten wir uns gemeinsam mit der jeweiligen Geschäftsleitung mit folgenden Themenbereichen:

  • Unternehmensführung,
  • Management Tools,
  • Marketing und Verkauf,
  • Human Resources,
  • Finanzen und
  • Innovationsmanagement.

 Not macht erfinderisch

Vor allem die Schnelligkeit, Flexibilität und v.a. die Fähigkeit des Improvisierens mit einfachsten Mitteln haben mich bei diesen Managern (und ihren MitarbeiterInnen) sehr beeindruckt. Aber auch der spürbare Wille, die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen, das hat mir imponiert. Darum freue ich mich schon jetzt auf das Nachfolge-Audit in ca. 6 Monaten. Dann werden wir sehen, ob diese Manager unsere konkreten Ratschläge angenommen haben und wie sich diese Unternehmen dadurch in ihrer Performance verbessert haben.

vietnam-management-audit-2016-05-alexander-muxel

Wenn Sie auch wissen wollen, was dabei herausgekommen ist, dann lesen Sie einfach in ca. einem halben Jahr meinen nächsten Blog über dieses Thema.
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THINK OUT OF THE BOX!

„Das funktioniert nie! Das kennen wir schon! Das braucht der Kunde ja gar nicht!“

Es ist (fast) immer dasselbe Übel, das uns in einem erfolgreichen Innovationsprozess behindert oder gar blockiert: Wir als Gewohnheits-Menschen denken gerne in altbekannten Mustern und Restriktionen und blicken daher oft zu wenig weit über den eigenen Tellerrand hinaus. Ansteckende Killerphrasen wie z.B. „Das funktioniert nie!“, „Das kennen wir schon.“ Das braucht der Kunde gar nicht.“ und ähnliche Sprüche tun ihren Rest dazu.

Kennen Sie das auch? Keine Angst, noch ist Hopfen und Malz nicht verloren. Viele Inhaber und Manager wünschen sich in ihren Unternehmen eine Art „Think-out-of-the-box-Mindset“. Man kann eine solche Mentalität als Teil der Unternehmenskultur wirklich entwickeln, fördern und umsetzen.  Um diese Denkhaltung jedoch nachhaltig verinnerlichen zu können und im Tagesgeschäft erfolgreich anzuwenden, dazu heisst es dann aber immer wieder: Üben, üben, üben… Sie wissen ja: „Genie bedeutet 1 % Inspiration und 99 % Transpiration“ (Thomas A. Edison).

Eines meiner verschiedenen Tools, mit denen ich diesen „Innovation Mindset“ in den Menschen fördern und entwickeln kann, das sehen Sie auf dem folgenden Foto.

alexander-muxel-innovation-dtc-2016

 

Der Entwicklungsleiter eines Industrieunternehmens mit mehr als 1.000 Mitarbeitern sagte während unseres Workshop-Briefings zu mir, als ich ihm u.a. diese Methode vorstellte: „Herr Muxel, jetzt haben Sie mich! Genau das müssen Sie meinen Mitarbeitern zeigen. Das brauchen wir.“  Und das haben wir dann auch getan.

Was genau das jetzt aber ist und wie das funktionieren soll, das will ich natürlich nicht im Internet preisgeben. Danke für Ihr Verständnis!

Wie Humor und Kreativität zueinander passen?

Es ist mir völlig egal, ob es sich um einen der zwei größten Schokoladenhersteller in der Schweiz, ein international tätiges High-Tech-Unternehmen oder einen modernen Reiseveranstalter handelt, Innovation Management Workshops sind für mich immer spannend! Und: Es soll auch allen Teilnehmern richtig Spass machen!!! 🙂

Es ist erwiesen, dass ein „humorvolles Umfeld“ (bitte nicht verwechseln mit Witzen und dgl.) die Kreativität der Menschen enorm steigert. Daher gibt es in meinen Workshops auch eine gehörige Portion Humor für alle Teilnehmer. Aber nicht nur das. Auch kurze körperliche Übungen, wie z.B. Atemübungen oder die Aktivierung der Thymusdrüse helfen ebenso unsere sog. Kreativität erwiesenermaßen zu belegen, wie auch gewisse Aufgaben und Denkmuster, bei denen wir die linke und die rechte Gehirnhälfte verwenden müssen. Diese praktischen Tipps helfen uns in jenen Alltagssituationen, in denen wir quasi auf Knopfdruck kreativ sein sollten…

Teilnehmer wünschen sich oft „Tools“. Das reicht aber noch lange nicht!

Selbstverständlich kommen auch die einen oder anderen Kreativitätstechniken hierbei zum Einsatz, die m.E. jedoch oft überbewertet werden. Es gibt nicht DIE Kreativitätstechnik für DAS Problem. Ich bevorzuge Mischformen, die ich auf die konkrete Problemstellung und die Personen abstimme. Der Erfolg hängt nämlich von der Zielsetzung (der Problemstellung, den Teilnehmern und ihrer Verfassung, der Unternehmenskultur und einigen anderen Rahmenbedingungen ab. Viel wichtiger erscheint mir, mit zielgerichteten Fragen die Teilnehmer aus der Reserve zu locken.

Garantiert auf den Kunden und seine Problemstellung angepasst.

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Think out of the box! – Machen Sie sich selbst ein Bild davon!

Nebst den vertraulichen Firmen-Workshops mit unterschiedlichsten Aufgabenstellungen, darf ich zum Thema „Innovation & Kreativität“ auch öffentliche Seminare, Workshops sowie Vorträge abhalten.

In dem folgenden Kurzvideo (1 min.) können Sie sich einen Eindruck über ein solches öffentliches Innovation Management Seminar machen. Herzlichen Dank für das Video an Dr. Igor Prisac von Advanced Consulting in Chisinau/Moldavien, für die ich im Auftrag der Swiss Consulting Group in den vergangenen Jahren solche Premium-Seminare in Moldawien machen durfte.

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